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Jetzt noch ein Altweibersommer wäre für die Natur kontraproduktiv!

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  • Jetzt noch ein Altweibersommer wäre für die Natur kontraproduktiv!

    Von leoloewe · melden

    Jetzt noch ein Altweibersommer wäre für die Natur kontraproduktiv!

    Hallo liebe Wetterfreunde

    Bis auf den Wonnemonat Mai waren bis jetzt in diesem Jahr sämtliche Monate zu sonnig und zu warm und bis auf den September zu trocken. Wie extrem sonnig das Jahr 2019 bis jetzt war zeigt sich darin, dass wir bereits am Donnerstag 19. September die langjährige gesamte Jahres-Sonnenscheindauer der Normwertperiode von 1981 bis 2010 überschritten haben. Mit dieser extremen Sonnenscheinzeit haben wir aktuell einen Temperaturüberschuss von 1,4°C und ein Niederschlagsdefizit von 160 l/m².

    Am Sonntag 22. September beginnt der Altweibersommer und zur Unterstützung der durch die Trockenheit und Wärme arg gebeutelten Vegetation bleibt zu hoffen, dass sich der Altweibersommer zurückhält und wir stattdessen wieder einmal einen sehr selten gewordenen länger anhaltenden Landregen bekommen.
    Nachdem wir in den ersten 20 Septembertagen mit 5,2 l/m² erst 5,5% des normalen Septemberniederschlages abbekommen haben, könnte nach den aktuellen Vorhersagen tatsächlich zum Start in den Altweibersommer der Niederschlagswunsch mit Tief „Jürgen“ am Montag in Erfüllung gehen.

    Was hat es den auf sich mit dem „Altweibersommer“?
    Als Altweibersommer bezeichnet man in der Meteorologie eine Wettersingularität, die von Mitte September bis Anfang Oktober auftritt. Eine Wettersingularität ist ein Witterungsabschnitt, der zu einer bestimmten Zeit im Jahr mit einer höheren Wahrscheinlichkeit vorkommt. Die Witterung während des Altweibersommers ist geprägt von milden, sonnigen und trockenen Tagen. In den Nächten kühlt es jedoch, durch die im September schnell kürzer werdenden Tage, schon deutlich aus. In den Morgenstunden bildet sich oft Nebel oder Tau, der sich durch die noch ausreichend starke Sonneneinstrahlung meist vormittags auflöst. Oft gibt es in dieser Zeit auch den ersten Bodenfrost der Jahreszeit. Diese Altweibersommerwetterlage tritt mit über 70 % Wahrscheinlichkeit auf und kann von mehreren Tagen bis Wochen dauern, ja selbst noch weit in den Oktober hinein und sorgt dann für den sogenannten „Goldenen Oktober“.

    Viele Grüße Helmut
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