Ayurveda-Öle

Ayurverda-Öle sind spezielle pflanzliche Öle, die Sie sich auf verschiedene Art und Weise bei der Anwendung von Ayurveda zunutze machen können. Grundsätzlich sind die meisten Öle zur äußeren Anwendung gedacht, d. h. Sie verspeisen Sie nicht, sondern verwenden die Öle vor allem auf der Haut.

Ayurveda-Öle zur Massage

Einige der Zubereitungen eignen sich gut als Massageöle. Die ayurvedische Massage trägt zur Entspannung bei und kann dadurch das Wohlbefinden steigern. Darüber hinaus lockert eine gute Massage nicht nur mechanisch die Fasern der Muskeln, sondern fördert auch die Durchblutung des Gewebes und stimuliert die Aktivität des Lymphsystems.

Das Lymphsystem besteht wie das Blutsystem aus Gefäßen, die wie natürliche Rohrleitungen funktionieren. Der Körper nutzt diese Bahnen des Lymphsystems, um darin Flüssigkeit zu transportieren. In der Lymphe befinden sich unter anderen Zellen des Immunsystems. Das Lymphsystem ist jedoch auch für die Rückgewinnung von Wasser aus den Zell-Zwischenräumen verantwortlich. Die Flüssigkeit gelangt über immer größer werdende Gefäße schließlich in den Blutkreislauf.

Zum Ayurveda gehört darüber hinaus eine spirituelle Komponente. Aus diesem Grund schreiben einige Menschen den Ayurveda-Massagen weitere Wirkungen zu: die Aktivierung von Energien oder die Behandlung von Krankheiten. Solche zusätzlichen Wirkungen konnten allerdings nicht mit wissenschaftlichen Methoden belegt werden. Die drei Prinzipien der Lebensenergien (Doshas) spiegeln sich auch in der ayurvedischen Massagetechnik wider.

Die Ayurveda-Massage kann sich auf verschiedene Körperbereiche konzentrieren oder nur spezielle Regionen einschließen. Ein bekanntes Beispiel für Letzteres ist die Gesichtsmassage.

Das richtige Öl für jeden Hauttyp


Kapha
Wenn Sie zum Typ Kapha gehören, dann ist ihre Haut von der Natur aus eher ölig veranlagt und Sie benötigen bei der Ernährung sowie äußerlichen Behandlung im Normalfall wenig Öl. Für die Behandlung von Kapha-Typen sind leichte Öle hervorragend geeignet, besonders Empfehlenswert sind Distelöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl.

Pitta
Auch für den Typ Pitta eignen sich eher leichte Öle wie Distelöl, Kokosnussöl, Sonnenblumenöl oder Ghee. Allerdings können auch andere Öle wie beispielsweise Sesamöl und Olivenöl verwendet werden, allerdings nur in geringeren Mengen.

Vata
Menschen vom Typ Vata neigen zu sehr trockener Haut oder trockenen Haaren. Für die Behandlung von Vata-Typen empfiehlt sich eine Behandlung mit reichhaltigen und wärmenden Ölen wie Olivenöl, Sesamöl oder Ghee. Anders als bei Pitta-Typen können Sie die Öle sehr großzügig verwenden.

Ayurveda-Öle als Naturkosmetik

Die Naturkosmetik stellt eine weitere beliebte Anwendung von Ayurveda-Ölen in Europa dar. Allerdings sollten Sie sich nicht in die Irre führen lassen: Nicht bei jedem Ayurveda-Öl handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik. Ein solches Zertifikat belegt, dass im Öl entweder nur bestimmte Stoffe vorkommen oder andere Stoffe nicht verwendet wurden. Die genauen Richtlinien unterscheiden sich je nach Art des Zertifikats.

Als kosmetisches Mittel können Sie das Ayurveda-Öl zur Pflege der Haut nutzen. Das Öl hilft bei der Rückfettung der Haut und kann insbesondere bei der Pflege von trockener und beanspruchter Haut einigen Nutzen bringen. Einige Ayurveda-Öle eignen sich sowohl zur Massage als für die Kosmetik.

In einigen Ayurveda-Ölen befinden sich jedoch ätherische Öle. Diese können die Haut reizen und sind nicht für alle Personen gleichermaßen geeignet. Vor allem bei Kindern ist Vorsicht geboten. Bei Säuglingen und Kleinkindern können ätherische Öle im ungünstigen Fall ernstzunehmende Atemnot auslösen.

Tags: Gesundheit, Öle, Naturheilkunde

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