Integration am Morgen

Wir lernen schon als Kleinkind, was sich gehört und was nicht. Wir lernen es durch Nachahmung.

Nase popeln? Darf man nicht, zumindest mal nicht, wenns Mutti sieht. Messer ablecken? Bloß nicht. Regelmäßiges Zähne putzen, Hände waschen nach dem Klogang? Sich ordentlich waschen, anziehen, Haare kämmen? Lernen wir von Mutti oder Papi, oder wer auch immer meine Bezugsperson ist. Dem anderen das Schäufelchen auf den Kopf brezeln? Darf man nicht!

Soweit die Grundregeln. Gibt aber welche, die hier schon schlapp machen.

Ein ständiges Lernen macht uns zu der Person, die wir als Erwachsener sind. Wir sind sozial integriert, zumindest die meisten, und wir wissen, daß wir die Freiheit des anderen respektieren müssen. Wir wissen auch, wie wir uns im sozialen Gefüge zu benehmen haben, ohne aufzufallen. Wer doch auffällt, weiß zumindest, warum er das tut.

Es gibt trotzdem viele, die das nicht gelernt haben. Warum? Weil sie hier nicht aufgewachsen sind. Sie haben andere Werte von ihren Eltern mitbekommen, und da verwundert es auch nicht, daß sie als Erwachsener eine andere Einstellung haben. Da darf man dem anderen keinen Strick draus drehen. Das ist eine andere Kultur.

Nun gibt es aber Leute, die wollen sich trotzdem in unser Gewirr einfügen. Könnt ihr euch vorstellen, wie schwer das für die ist?

In einer größeren Stadt z. B. grüßt man sich meist nicht auf der Straße. Zumindest läuft man hier bei uns wortlos am anderen vorbei, wenn man ihn nicht kennt. Ist auch nichts dabei.

Nun werden aber Leute, die sich hier integrieren wollen, darauf hingewiesen, daß man sich hier begrüßt, und zwar sogar mit Handschlag, wenn man sich gegenüber steht, egal ob Frau oder Mann.

Da kann es dann schon mal vorkommen, so wie heute morgen, daß man frühmorgens von einem Passanten begrüßt wird, den man überhaupt nicht kennt, bloß weil der sich integrieren will. Ja wie finde ich denn das? Von wildfremden Leuten, denen man auch ansieht, daß sie fremd sind, gegrüßt werden?

Hat mich nachdenklich gemacht. Integration ist sauschwer.

Man sollte es ihnen ein wenig einfacher machen! Wie das? Keine Ahnung. Vielleicht das Herz ein wenig öffnen? Ein erster Schritt der Annäherung. Damit auch diese Leute von uns nachahmen können, unsere Sprache im Umgang mit uns lernen können.

In diesem Sinne: Guten Morgen!

PS. Natürlich ist das alles ziemlich allgemein gehalten, aber wir sind ja schließlich fähig zu differenzieren, gelle?

http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-04/fluechtlinge-integration-deutschland-unterstuetzung-foerderung

Giselli Danke für deinen Blog! Mir kommt dabei sofort das Schlagwort "Toleranz" in den Sinn und die Welt wäre etwas reicher....
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andrea59 Stimmt - Herz öffnen und Toleranz zeigen. Das sind gute Ansätze.


Zu dem Link: Dass diese Menschen hier nur so mühsam in Arbeit kommen, das ist mir auch unverständlich. Das müsste schneller gehen.
Auf alle Fälle!
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