Über die Jahre ist zwischen den Jahren...

„Das ist schon merkwürdig“!
Wie oft sagen oder denken wir bereits in Gedanken versunken diesen Satz? Was passiert in so einem Moment mit uns...?

Geht es dir vielleicht auch so...?
Ich fokussiere mich auf jenen Punkt, dem ich vollste Auf-merksamkeit schenke, weil ich gemerkt habe, dass da etwas nicht so ist wie „üblich“ – so etwas habe ich nicht eingeübt. Es läuft nicht „reibungslos“, wie ich mir das gewünscht hätte. Dabei zieht mich dieses „Etwas“ immer näher an sich ran und ich fühle mich unangenehm berührt..., von etwas „Fremdem“ angezogen, als würde ich bereits „fremdbestimmt“. Ich spüre Druck, weil mich das „Fremde“ aus meinem vermeintlichen Gleichgewicht wirft. Dieses falsch interpretierte „Gleichgewicht“ ist genauer betrachtet antrainierte Routine, die jetzt ins Schwanken gerät...

Da wird etwas korrigiert... Betrachte ich mich von aussen, sehe ich, wie ich mich „würdig“ zeige, indem ich mich tiefer „beuge“. Ich „verbeuge“ mich..., um genauer blicken zu können, damit ich hinter dem Oberflächlichen die Kernmitte zu sehen bekomme, des Pudels Kern entdecke und mich beuge vor der „inneren Göttlichkeit“, meiner „Seelen-Natur“ oder vor meinem „wahren Wesen“.

Dabei ertappe ich mich, dass ich gelegentlich davor scheue – was werde ich dahinter finden? Ich fühle mich zu einer „schmerzhaften“ Entscheidung herausgefordert. Gehe ich weiter zur Kernmitte oder fliehe ich zurück an den äusseren Rand, wo alles viel einfacher scheint, weil dort üblicherweise nur oberflächlich betrachtet wird, aber jene „Fliehkräfte“ wirken, die einem herumschleudern, einer 8-er-Bahn gleich?

Die „Tiefgründigkeit“ hat also mehrere Haken, fragt sich nur, wo fängt sie an und wo hört sie auf? Am ersten Haken könnte ich mich selbst „aufhängen“..., am zweiten könnte sich mein ICH verfangen, am dritten wird mein Geist „geködert“... und der vierte entpuppt sich gleich als ganzes „Netz“... Darin gefangen zu sein bedeutet - es gibt keine Entwicklung mehr, dafür viel Druck von aussen... und Dunkelheit herrscht.

Wie schön kann es doch „draussen“ sein, auf der Oberfläche, wenn die Sonne scheint. Dann wirft mein äusseres Ich Schatten ins Umfeld und ICH kann mich dahinter sonnen. Wie geniesse ich es, wenn die Sonne auf meinen Körper scheint! Die Sonne wärmt, macht „warme Tage“ und stimmt mein Gemüt fröhlich. Doch an kalten, bewölkten und dunklen Tagen fühle ich mich f-rostig, das „Seelen-Sonnen-Feuer“ fehlt und ich beginne zu „rosten“, als wäre ich schon „altes Eisen“, viel zu lange der rauen Witterung ausgesetzt.

Schon ziemlich paradox – auf der Oberfläche schütze ich mich vor der Sonne und stelle mein wahres ICH in den Schatten, nur mein Körper bleibt sichtbar. Ohne aufmerksame, geerdete = bewusste Entwicklung bleibe ich eingesperrt im Inneren und beginne mich einsam und ur-alt zu fühlen...

Jetzt ist die Zeit „zwischen den (Kalender-) Jahren“..., wie auch Lebenszeit und Zeit, zurück zu blicken „über die Jahre“, die wir Vergangenheit nennen. Je älter ich werde, desto tiefer kann ich blicken. Ich habe mich durch Mut geerdet und bin mir dadurch „Mut-ter“ geworden. Die Entwicklung von der äusseren Eltern/Kind-Beziehung zur inneren „Seelenpartnerschaft“ lässt mich offen bleiben, um in jedem anderen Menschen ein „seelisches Geschwister“ wiederzuerkennen. Aus diesem echten inneren Gleichgewicht heraus lässt es sich frei leben.

Möge es 2019 zu einem „wahren Seelen-Rutsch“ hin zur inneren Mitte kommen :-)

Giselli Wenn Ruhe eingkehrt ist, werde ich es lesen
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