Kampfsport/Selbstverteidigung die zweiteKampfsport/Selbstverteidigung die zweite

Teil 1

Nachdem ich 3 Frauenselbstverteidigungskurse, und gestern nun den dritten Kurs für intensive Selbstverteidigung, sprich Kampfsport für jedermann, absolviert habe, geht es mir… den Umständen entsprechend.

Ich spüre Muskeln und Sehnen, die ich an mir nicht vermutet hätte. Sogar die Halsmuskeln schmerzen, als wäre eine Grippe im Anmarsch. An beiden Handgelenken haben sich dekorative Hämatome gebildet, so daß ich heute langärmlig tragen muss, um von den Kollegen keine mitleidigen Blicken zu ernten. „Die arme Frau wird geschlagen“ oder sowas.

Gestern musste ich feststellen, daß mein Enthusiasmus, irgendwann einmal ein ausgebuffter Kampfsportler zu werden, leichten Schaden genommen hat.
Zunächst einmal kam ich zu spät zum Unterricht, da ich eine Umleitung fahren musste, für die ich wirklich nichts konnte. Die Gruppe war bereits beim Aufwärmen, und als ich mich dann zu ihnen gesellte, standen sie vorgeglüht und bereit zum Kampf, während ich noch immer nicht auf Betriebstemperatur gekommen war.

Wir standen um die vor uns ausgebreitete Matte, und in der Mitte erklärte uns der große Meister, was wir zu tun hatten.

Mit dem Fuß ausholen und vor dem angespannten Bauch des Gegenübers stoppen, dann nicht treten, sondern wegschieben – und das abwechselnd, einmal schiebe ich, einmal schiebt mein Gegenüber. Zudem wechseln wir auch die Beine ab. Ich merke schon, mein Schreibbein ist das Rechte, das flutscht irgendwie besser.

Spätestens hier wurde mir dann warm, ich schob und stoppte und fälschte Tritte an, wie ein Profi eben. Nun, wir, die Weißgurtler (dazu gehörte ich auch, obwohl ich weder Anzug noch Gürtel trage) wurden zur Seite genommen, damit die wirklichen Profis sich auf der Matte tummeln konnten. Dort bekamen sie dann Sonderaufgaben, während die Anfänger sich mit der Basic abfinden mussten.

Hände in Abwehrhaltung, Schritt nach vorn, Schwerpunkt in der Mitte lassen, Schritt wieder nach hinten, Beine dabei schieben, nicht herum huppeln wie beim Boxen, aber das versteht sich ja von selbst. Dann ein Haken, der andere wehrt ab, und wieder von vorn. Wiederholung macht den Meister. Das muss sitzen, bis man davon träumt.

Die nächste Übung: Der Angreifer packt sein Opfer am Handgelenk (na? Nun klar, warum ich blaue Flecken wie bei den Rorschachtests habe?). Das Opfer dreht den Arm und die Hand mit Schwung zur Seite, während die Hand geöffnet ist, plopp und raus ist der Arm aus der Umklammerung. Die andere Übung: Der Angreifer zieht sein Opfer am Handgelenk. Nun muss das Opfer mit der freien Hand versuchen, den Angreifer zu irritieren. Es langt ihm z. B. eine mitten ins Gesicht, gleich darauf schiebt es mit Wucht den packenden Arm nach oben und schwingt sich drehend unter dem Arm des Angreifers heraus. So steht das Opfer nun hinter dem Angreifer, was ja kein Nachteil ist.

Nun hatte ich ja immer meinen...

Teil 2 folgt auf dem Fuße

andrea59 2 Fragen : Schreibbein? Du schreibst mit den Beinen? O.O

Rorschachtest? Muss man den kennen? Wo hab ich da wieder nicht uffgepasst?
... ich folge dir zu Teil 2... auf dem Fuße! ;)
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